Bittersüßer Schmerz

Iris Lexington ist Steuerprüferin und springt für eine Kollegin ein, die sich weigert, jemals wieder einen Fuß in einen Sündenpfuhl namens Federzirkel zu setzen. Iris übernimmt den Auftrag und will die Bücher bis zur letzten Ziffer prüfen. 
Allerdings ahnt sie sie bereits nach ihrer Ankunft im Federzirkel, dass sie diejenige sein wird, die durchleuchtet wird ... Denn statt auf Steuersünder, trifft sie auf die Inhaber eines exklusiven BDSM-Clubs - und Tom Barber nimmt Iris auseinander, bis er auch ihr verstecktestes süßestes Geheimnis aufgedeckt hat.
Iris ist wild entschlossen, dem dominanten Mann nicht zu verfallen. Ein Vorhaben, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist …


Prequel 1 der Federzirkel-Reihe. 


Erscheint: 05/2014        Genre(s):  Novelle, Soft-SM / BDSM         Sprache: Deutsch
Seiten: 104         Themen:  Dominanz & Unterwerfung         Verlag: Plaisir d'Amour
Preis:  7,90€/2,49€      Format:  PDF, EBUB, Kindle



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Leseprobe
Tom trat sehr nah an das wunderschöne Wesen heran, das versuchte, wie ein Stock vor ihm zu verharren, um bloß keine Reaktion zu zeigen, und wild entschlossen erschien, die Ausstrahlung einer Hexe zu verströmen, die Männer ungekocht zum Frühstück verspeiste, mit Eiern angerichtet auf einem Dessertteller. Als ob sie das frostige Verhalten beibehalten könnte, wenn er es darauf anlegte. Tom durchschaute ihre Fassade. Er würde sie zu gern nach nebenan in den Dungeon verschleppen, um sie dort in die höchste Ekstase zu versetzen, bis sie schlichtweg vergaß, wozu sie hergekommen war. Sie trug die brünetten Haare schulterlang – eine perfekte Länge, um sie um seine Hand zu wickeln. Das ovale Gesicht mit den blauen Augen strahlte Ablehnung aus, doch da brannte ein Feuer in den Tiefen ihrer Iriden, das anderes erahnen ließ. Tom kannte dieses kühle Verhalten, das aus Unsicherheit bei sehr attraktiven Frauen herrührte. Sie verbarrikadierten sich hinter einer eisigen Mauer, unterdrückten ihre Gefühle, bis sie kalt und feindselig erschienen, willensstark und unnahbar. Er konnte diesen Schutzmechanismus durchaus verstehen, denn viele Männer erachteten sie als Jagdtrophäen, und er vermutete, dass Iris bereits eine Anzahl von solchen Arschlöchern durchlitten hatte. Ihre Seele war verwundet und sie war zu stur, um es zuzugeben. Wäre die Kleine von gestern erneut aufgetaucht, hätte es ihm Freude gemacht, sie ein wenig zu verunsichern, doch er hätte sie nicht übers Knie legen wollen. 
Iris dagegen … Sie war eine starke Frau und diese zierten seinen Schoß am besten, wenn sie mental gegen ihn ankämpften, solange sie darüber lagen, nur um ihm schlussendlich zu geben, worauf er abgezielt hatte. Er argwöhnte, dass diese wunderschöne Blume mit dem passenden Namen Iris niemals eine Berührung mit BDSM gehabt hatte, jedoch vermutete er, dass sie unter dem Schmerz und der Dominanz aufblühen würde, die er ihr schenken könnte. Es juckte ihm bereits in den Fingern, oder vielmehr auf der Handfläche, ihr all das angedeihen zu lassen, wovon sie nicht ahnte, dass sie es brauchte. Einmal loslassen, bis alles unwichtig wurde, außer die eigenen Bedürfnisse. Sie presste ihre Lippen aufeinander, die ihn in der Farbe an samtige Rosenblätter erinnerten, bis sie ihre Weichheit verloren. Ihre Haut würde sich ebenso zart anfühlen und er wusste einfach, dass ihr Arsch sich auf die verführerischste Weise verfärben würde, sobald seine Handflache auf ihre Rundungen aufprallte. Ihre Hautfarbe war ein milchiges helles Braun und ihre blauen Augen wie zwei spiegelglatte Bergseen, die unter einem perfekten Sommertag erleuchteten. Sie trat beinah hastig vor ihm zurück und ihr Blick versprach ihm Gegenwehr. Oh ja! Die kleine rosenzarte Iris wusste weder, wen sie herausforderte, noch dass sie in einem BDSM-Club gelandet war. Sein Jagdinstinkt brannte lichterloh.
Sie griff nach der Notebook-Tasche, die John auf den Schreibtisch gelegt hatte. „Ist hier mein Arbeitsplatz?“, fragte sie betont frostig.
Tom unterdrückte ein Grinsen, denn ginge es nach ihm, würde er die Hitze in ihr freilegen, die sich unter dem eisigen Tau versteckte, und dieser Tau würde ihre Pussy perfekt benetzen. Schade, dass sie nicht als Sub in den Club gekommen war, dann könnte er sie ohne Umschweife übers Knie legen, zumal die Signale, die sie, wenn auch unbewusst, aussandte, eindeutig sexueller Natur waren. Sie schüttelte ihr Haar und leckte sich die Lippen. Manchmal gab es diese Anziehungskraft von der ersten Sekunde an. Und diese Sekunde stand seit mehreren Minuten neben ihm.
„Ja.“ Er deutete auf die Klarsichtfolien, in denen die Belege vorsortiert lagen. John erlaubte keine Schluderei in der Buchführung. „Dort finden Sie alle Schriftstücke. Sollte etwas fehlen, werde ich mich bemühen, das Fehlende schnellstmöglich aufzuspüren.“ Tom lächelte sie an, doch Iris ließ sich nicht dazu hinreißen, die Mundwinkel nach oben zu verziehen, ihre rutschten in die entgegengesetzte Richtung, während eine senkrechte Falte zwischen ihren Augenbrauen entstand.
„Eine chaotische Loseblattsammlung.“ Sie runzelte missbilligend die Stirn, sodass es Tom in den Fingern juckte, ihr die Kostümjacke von den Schultern zu reißen, sie nach hinten zu drängen, bis sie die Wand erreichte, und dort würde er sie küssen. Stattdessen trat auch er von ihr zurück. Das Spiel war eröffnet und es war Zeit, den ersten Zug auf seinem Spielbrett auszuführen, mit der entzückendsten Figur, die er sich vorstellen konnte.
„Möchten Sie etwas trinken oder essen?“ Iris war ein wenig bleich um die Nase, sodass er vermutete, dass sie nicht gefrühstückt hatte.
„Ein Tee wäre nett.“
Tom schwor, dass er ihren Blick auf seinem Hintern spürte, als er aus dem Raum lief. Auch er hatte einen Effekt auf Frauen und er liebte seine Wirkung. Das Leben war so viel leichter, wenn man sich akzeptierte, wie man war. Für Männer war das in der Regel einfacher. Die meisten Frauen führten einen ständigen Kampf gegen sich selbst. Seit Ewigkeiten hatte er nicht mehr auf eine Frau reagiert, wie er es bei Iris tat. Er musste sie haben und er würde sie bekommen...