Dark Tango

Kann eine Liebe, geboren in der Dunkelheit, im Licht überleben?
Audrey Summers möchte bei einer Party frische Luft schnappen. Doch im Garten versinkt die Welt im Nichts und sie wacht gefesselt in einem fremden Bett auf. Ihr Entführer behauptet, dass sie ihm für drei Monate gehört, und er hat die Papiere, um es zu belegen. Er fordert sein Recht auf ihren Körper und ihre Seele ein, auf eine Weise, die ihre kühnsten Träume und schlimmsten Albträume weit in den Schatten stellt.
Sie will ihn hassen …
Sie kann ihm nicht entkommen …
Jayce Rivers hat spezielle Bedürfnisse, abtrünnige finstere Begierden, die den Rahmen des Legalen sprengen. In Audrey sieht er sein perfektes Gegenstück und erkennt zu spät, dass sie beide in eine Falle getappt sind.
Er will sie nicht lieben …
Er kann sie nicht gehen lassen …
Allerdings haben ihre Gegner, die Macht der Liebe unterschätzt. 

Erschienen: 03/2015       Genre(s): Soft-SM / BDSM        Sprache: Deutsch
Seiten: 268         Themen:  Dominanz & Unterwerfung         Verlag: Plaisir d'Amour
Preis:  12,99€ / 6,99€       Format:  Print, PDF, EBUB, Kindle





Leseprobe
Wumm! Wumm! Wumm!
Das Atomkraftwerk eines Kopfschmerzes, eines, das kurz vor der Kernschmelze stand, pochte in Audreys Schädel, während ihr Verstand versuchte, sich aus der watteartigen Klebrigkeit in ihrem Gehirn zu befreien. Zuerst wirbelte sie umher, steckte anschließend in einem Vakuum, donnerte aus großer Höhe zurück in ihren Körper und von jetzt auf gleich erinnerte sie sich an die letzten Minuten auf der Party.
An den seltsamen Kellner und an seine Worte!
Sie öffnete die Lider und wollte sie im selben Moment mit ihrer Handfläche abdecken, da das Licht sich wie Splitter in ihre Pupillen bohrte. Doch Audrey konnte den Arm nicht richtig bewegen. Er war zwar nicht ganz starr, aber sie schaffte es nicht, ihr Handgelenk an ihre Stirn zu bekommen, da etwas sie daran hinderte. Panisch kämpfte sie gegen die Lethargie an. Ihre Augen brauchten lange, um sich zu fokussieren, während sie vergeblich an beiden Handgelenken zerrte.
„Nicht! Du tust dir nur selbst weh.“
Auf der Stelle erkannte sie die Stimme. Er war es! Wie ein Schlag in den Magen hieb die Erkenntnis auf sie ein. Mit ganzer Kraft versuchte sie sich zu befreien und schrie vor Zorn auf, wobei gleichzeitig eine lähmende Angst sie zu verschlucken drohte, weil auch ihre Fußgelenke gefesselt waren. Endlich hörte das Schimmern auf und der Raum nahm an Konturen zu. Sie starrte auf eine weiß gestrichene trapezförmige Holzdecke mit offen liegenden Balken, während sie für einen Augenblick fassungslos innehielt. Sie drehte ihren Kopf zur Seite und sah ihn an, den vermeintlichen Kellner, der ihr eine Droge in den Drink getan hatte.
Wieso?
„Du!“ Die Absurdität ihrer Situation torpedierte ihren Intellekt. Das alles machte keinen Sinn! Ein ungewollter Schrei brach aus ihrer Kehle und sie bäumte sich auf, obwohl auch das nichts brachte, außer, dass das Zimmer sich erneut um sie drehte.
„Du wirkst erstaunt, als hättest du nicht mit deiner Entführung gerechnet“, sagte er mit sanfter Stimme, als wollte er sie beruhigen.
Nichts auf dieser Welt würde das schaffen.
„Binde mich sofort los!“
Bitte, lass das nicht wahr sein.
„Erst wenn du dich beruhigt hast. Bis dahin bleibst du gefesselt.“ Er trug keinen Smoking mehr, sondern ein dunkelblaues Longsleeve und Jeans. Sein Outfit verstärkte die siedende raubtierhafte Ausstrahlung, die sie bereits auf der Party bei ihm bemerkt hatte. Sie steigerte ihre Bemühungen, und er reagierte nicht darauf, wurde stattdessen immer ruhiger, als wäre er der verdammte Hundeflüsterer. Wenn er gleich noch „Schhh“ rief …
Er beobachtete sie, als wäre sie ein Versuchskaninchen in seinem Labor. Er hatte sie nicht mit Seilen an das Bett gefesselt, sondern mit gepolsterten Manschetten. Er war gut vorbereitet auf sie.
Nein! Nein! Nein!
Inzwischen schrie sie aus voller Kehle, kämpfte mit ihrer ganzen Kraft, die so lächerlich war, während er gelassen neben dem Bett auf einem Stuhl saß und scheinbar nicht auf ihren Ausbruch reagierte. Das Einzige, was sie erreichte, war, dass sie ermüdete, nicht nur ihre Muskeln, sondern auch mental. Und es war noch viel schlimmer! Ihre Gegenwehr machte ihn an, das sah sie mittlerweile deutlich in seinen gierig funkelnden Augen. Allerdings gab er seinen perversen Gelüsten noch nicht nach.
Ihr Geschrei erstarb mit einem Schluchzen und sie lag ermattet auf der Matratze. Scheiße! Als ihre Rage und die Unwirklichkeit nachließen, fiel Verzweiflung über sie her, biss sich in ihrem Herzen fest und schabte über ihr Bewusstsein.