Feuertango


Nach einer desaströsen BDSM-Erfahrung schwört Alexis White, dass dies ihr einziger Ausflug in die Welt der Dominanz und Unterwerfung gewesen ist.
Doch dann rettet Keith Logan sie, als sie in einem Kletterpark verunglückt. Zwischen ihnen sprühen vom ersten Moment an Funken und der geheimnisvolle Mann lässt sie nicht darüber im Unklaren, dass er nur an einer Partnerschaft mit einer devoten Frau interessiert ist, die sich von ihm gerne den Po erhitzen lässt. Ist Alexis mutig genug, ihm in die Welt des süßen Lustschmerzes zu folgen?
Nachdem Keith sich Hals über Kopf in Alexis verliebt hat, findet er heraus, dass sie nicht die Frau ist, die sie vorgibt zu sein ...

Erschienen: 03/2014        Genre(s):  Soft-SM / BDSM         Sprache: Deutsch
Seiten: 289         Themen:  Dominanz & Unterwerfung         Verlag: Plaisir d'Amour
Preis:  14,99€ / 6,99€       Format:  Print, PDF, EBUB, Kindle






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Trailer



Leseprobe
Alexis rannte in ihrer Wohnung hin und her, vermochte nicht stillzustehen. Sie musste sich beruhigen! Nicht Satan kam zu Besuch, sondern Keith. Ihr Leben hing nicht von ihm ab, und er plante nicht, sie am heutigen Abend übers Knie zu legen, das hatte er bei ihrem gestrigen Telefonat deutlich gesagt. Sie gab zu, dass sie unzählige Male beschlossen hatte, ihre Verabredung abzusagen und Keith zu vergessen. Doch stattdessen hatte sie jede Sekunde an ihn gedacht, und der bloße Gedanke, ihn niemals wiederzusehen, schmerzte unglaublich.
Sie schmunzelte, weil Keith bei ihrem Anruf befürchtet hatte, dass sie absagen würde. Das hatte er ihr gestanden. Das warme Gefühl, das sie des Öfteren befiel, wenn sie an ihn dachte, schlug auch jetzt zu, sodass ihr Körper glühte. Anscheinend ließ sie ihn nicht kalt.
Prüfend wanderte ihr Blick über den gedeckten Tisch, jedoch gab es nichts zu beanstanden. Dennoch zupfte sie an der hellgrünen Tischdecke, verschob eine der Lilienblüten und diskutierte mit sich selbst, ob pastellgrüne Kerzen nicht besser gepasst hätten als die weißen, die den silbernen Kerzenhalter zierten. Die Vorspeise stand bereits auf dem Tisch, und sie hoffte, dass Keith gefüllte Champignons und Rucola mochte.
Du hast dich Hals über Kopf in Keith verliebt! Sie fühlte sich so leicht, so beschwingt und hübsch, aber auch unglaublich nervös. Sie zuckte beim Geräusch des Türgongs zusammen, ermahnte sich, die Treppe langsam herabzusteigen. Sie sparte sich einen prüfenden Blick in den Spiegel, denn ihr Bild müsste auf der Oberfläche eingebrannt sein, so oft, wie sie sich in der letzten Stunde betrachtete hatte. Trotz der eigenen Ermahnungen sprintete sie die Stufen hinunter und riss die Tür auf. Und da stand Keith. Ihr Herz machte seltsame Dinge, sobald er sie anlächelte. Er trug einen saphirblauen Longsleeve und Jeans, sah zum Umfallen sexy aus und hielt einen Strauß Frühlingsblumen in der Hand, die nicht aus einem Laden stammten. Er hatte ihr Blumen gepflückt! Am liebsten hätte sie ihre Nase in dem duftenden Bouquet vergraben.
„Alexis“, sagte er mit einer Stimme, die pure Verführung war. Seine braunen Augen leuchteten, und ihm gefielen offensichtlich der enge cremefarbene Rock und das Shirt aus Jersey. Sie war barfuß, etwas, das Trevor gehasst hatte, doch sie liebte es, ohne Schuhe herumzulaufen.
Er drapierte eine Handfläche um ihren Nacken, beugte sich herab, und seine Lippen streiften ihre. Er roch nach Seife und Keith. Ihre Haut prickelte, und sie war sich sicher, dass er ihren Herzschlag spüren konnte, denn dieser schlug ihr bis zum Hals. „Du siehst bezaubernd aus. Aber ich würde gerne reinkommen“, sagte er amüsiert. War dieser Mann wirklich dazu imstande, einer Frau den Po so lange lustvoll zu versohlen, bis sie weinte? Schwer vorstellbar in diesem Moment.
„Komm rein.“ 
Er nahm seine Hand fort, und als sie vor ihm die Treppe hochlief, meinte sie, seinen Blick auf ihrem Hinterteil zu spüren, auf ihren Beinen, sogar auf den Füßen. Würde er ihre Wohnung zu beengt finden? Sich innerlich darüber lustig machen, dass ihre Möbel günstig gewesen waren?
Sobald sie oben ankamen, löste sich seine Aufmerksamkeit von ihr, und er betrachtete ihr Wohnzimmer. „Dein Zuhause ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe, lebendig, farbenfroh und unglaublich gemütlich.“
„Wirklich?“, platzte es aus ihr.
Auf einmal änderte sich seine Körperhaltung, ohne dass er sich sichtbar bewegte. Er wirkte einschüchternd. Jetzt konnte sie sich durchaus vorstellen, dass er sie packte und sie trotz ihrer Proteste über seine Knie legte. Er trat sehr dicht an sie heran, dicht genug, dass sie die Wärme seines Körpers spürte. „Ich lüge selten, Alexis.“
Sie starrte auf seinen breiten Brustkorb, während er sich nicht rührte, sie allerdings dagegen ankämpfte, nicht vor Aufregung von einem Fuß auf den anderen zu hüpfen.
„Ich hole eine Vase“, blubberte es aus ihrem Mund, denn sie hielt die Anspannung nicht mehr aus. Wenn das so ein Masterding war, die Nervosität einer Sub einfach durch Stille zu steigern, dann war es ihm bereits jetzt hervorragend gelungen. Ehe sie davonschießen konnte wie ein Pfeil von einem Bogen, legte er eine schwere Hand auf ihre Schulter. Es reichte, um sie erneut erstarren zu lassen.
„Mache ich dich nervös, Alexis?“, fragte er todernst. 
Zu gut erinnerte sie sich an das letzte Mal, als er die Frage gestellt hatte.
„Ein wenig.“
„Ich wiederhole mich, doch was passiert mit Subs, die einen Teil der Wahrheit verschweigen?“
„Sie werden bestraft“, hauchte sie. Und in dem Moment, als die Worte ihren Mund verließen, spürte sie, dass Feuchtigkeit ihren Slip benetzte, weil er sie indirekt als Sub bezeichnet hatte, ein Indiz, dass er es ernst meinte.
„Ja, das werden sie“, antwortete er in einem Tonfall, der sie hart schlucken ließ, weil sie erwartete, dass er den Worten Taten folgen ließ. „Hol die Vase, Cara.“
Ihre Schulter fühlte sich eigenartig kalt an, als er seine Hand fortnahm. Sie lief hinüber in den Küchenbereich, auf Beinen, die sie kaum trugen. Versetzte das Wissen, dass er ein Master war, sie in diesen hochgradig panisch erregten Zustand? Als würde sie urplötzlich einem schwarzen Panther in einem Dschungel gegenüberstehen und ihm wider jegliche Vernunft über das seidige Fell streicheln. Sie öffnete einen der oberen Schränke und spürte seinen Atem, der über ihren Nacken fächerte....