Touch of Pain

Richard reißt endgültig der Geduldsfaden, als seine Frau Carolina ihm erneut einen Orgasmus vorspielt. Schon lange ahnt er, dass in ihnen beiden versteckte Sehnsüchte schlummern. Kurzerhand lässt er sie in ein BDSM-Resort entführen, das auf besondere Fälle spezialisiert ist. Während er in die Geheimnisse von Dominanz, Gerte, Peitsche und Rohrstock eingeweiht und zum Master ausgebildet wird, lernt Carolina ihre wahre Natur kennen. Lustvoll durchlebt sie, wonach sie sich im Geheimen sehnt: erregender Schmerz und Demut, die sie bis an ihre Grenzen und zur vollkommenen Hingabe führen.
Wer ist der geheimnisvolle Master, der Carolina mit Lustqual verführt, als ihre Augen verbunden sind? Der mehr von ihr verlangt und bekommt, als sie es jemals für möglich gehalten hätte?
Hat Richard zu viel riskiert, um ihre Liebe zu retten?

Erschienen: 08/2013   Genre(s):  Soft-SM / BDSM      Sprache: Deutsch
Seiten: 200    Themen:  Dominanz & Unterwerfung      Verlag: Plaisir d'Amour
Preis:  14,99€ / 6,99€  Format:  Print, PDF, EBUB, Kindle




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Leseprobe
Prolog
Richard verfolgte die Sklavin langsam, um die Jagd hinauszuziehen und das berauschende Gefühl auszukosten. Er wusste, es war nur eine Frage der Zeit, bis er es schaffte, seine Hände auf die verführerische Beute zu legen, um den verlockenden Rundungen seine gesamte Aufmerksamkeit zu zollen. Er konnte es kaum erwarten, erregende Angst in ihren Augen zu sehen. Schnell würde sie atmen, während ihr Leib von seinen Bemühungen erhitzte und sie bebend ertragen musste, was er ihr antat. Es dürstete ihn nach ihren Tränen und ihrer Hingabe. Richard hörte sie vor sich – sie war zu panisch, um darauf zu achten, leise zu sein. Zweige knackten unter ihren Schuhen, Blätter raschelten bei jedem ihrer weit ausholenden Schritte. Es war leicht, sie im Wald zu jagen. Die Master, die neben ihm liefen, fühlten sich ihrer Sache ebenso sicher wie Richard. Alec, ein Meister im Umgang mit störrischen Sklavinnen, hatte Richard eine Menge beigebracht. Er würde ihm helfen, Carolina angemessen für ihr Vergehen zu bestrafen, genau wie sie es verdiente.
Richard merkte, dass ein sadistisches Lächeln um seine Lippen spielte, sobald er daran dachte, was er ihr antun würde. Ihre Reaktionen und Emotionen auf sein Handeln würden unverfälscht und ehrlich sein, dazu war er bestens ausgebildet. Selbst wenn sie versuchte, ihm eine Scharade vorzuspielen, es würde ihr nicht gelingen. Ihre Schreie, ob vor Lust oder Schmerz, stellten sein Ziel dar.
Alec deutete ihm an, dass sie sich trennen würden, um ihr Opfer einzukreisen. Carolina rannte langsamer, denn sie hatte eine zweite Sklavin im Schlepptau. Die süße Rachel war unfähig, das mörderische Tempo zu halten. Carolina wollte sie nicht zurücklassen. Das wusste er genauso wie Liam, der ihm das Zeichen gab, zu beschleunigen. Richard grinste breit, jetzt war es Zeit, die Jagd zu beenden.
Richard erhaschte einen Blick auf die grüne Bekleidung der Sklavinnen. Carolina hielt Rachels Handgelenk und zerrte sie hinter sich her. Die kleine Blondine stolperte und ging beinahe zu Boden.>
„Carolina, lass mich, ich kann nicht mehr.“ Rachel entriss Carolina die Hand, schlug einen Bogen, der sie geradewegs ins Verderben stürzte. Sie kreischte, als Liam sie in seine Gewalt brachte und David wie ein Waldgeist aus dem Dickicht auftauchte.
Carolinas dunkler Zopf wippte um ihren Kopf, als sie sich umdrehte. Ein fataler Fehler, der ihr in dem Augenblick bewusst wurde, als sie Richard direkt in die Augen sah und unter dem Effekt seines Blickes erstarrte. Ihre Wangen leuchteten rot vor Anstrengung. Sie wusste, sie war ihm ausgeliefert, dass er plante, ihr schlimme Dinge anzutun. Sie schrie auf, es durchbrach ihre Lähmung, sodass sie erneut versuchte, zu entkommen. Aber es war zu spät. Er hatte sie, und die Erkenntnis stand ihr klar ins Gesicht geschrieben.
Richard streckte sich. Nach ein paar Metern bekam er ihr T-Shirt zu fassen. Er zog an dem Stoff und packte sie zusätzlich an der Schulter. Er presste sie zu Boden, setzte sich auf ihre Oberschenkel, um ihr die Shorts herunterzuzerren. Für einen Moment spielte er mit dem Gedanken, sie sofort zu nehmen. Die Hitze ihres Körpers sickerte in seinen Schritt. Das freche Biest war klatschnass, und er fasste um sie herum, schob das T-Shirt nach oben, um die Fülle ihrer Brüste in den Händen zu wiegen. Sie keuchte empört, doch ihre Nippel lagen geschwollen zwischen seinen Fingern. Sie wand sich unter ihm, in dem halbherzigen Versuch, ihn abzuwerfen.
„Soll ich sie für dich festhalten, Master Richard?“
Master Alec umfasste mit einer Hand ihre schmalen Handgelenke, und sie drehten Carolina auf den Rücken.
Sie kicherte, schenkte ihnen ein süßes Lächeln, ehe sie versuchte, Alec zu beißen und Richard zu treten. Gut, wenn sie es so haben wollte! Richard zog ihr die Shorts über die strampelnden Beine, warf den Stoff ins Gebüsch, spreizte ihre Schenkel und zog sich die Hose ein Stück runter. Mit einem Stoß vergrub er sich in ihr. Sie war so heiß, so nass, und Richard ahnte, es würde ein schnelles Vergnügen werden, aber für mehr war später ausreichend Zeit. Schließlich gehörte sie ihm, mit jeder Emotion, zu der sie imstande war. Wie er sich darauf freute, ihren entzückenden Hintern mit dem Rohrstock zu züchtigen, ihr die Nippelklemmen anzubringen, bis sie ihr Vergehen bereute.
Er stahl ihr einen Kuss, den sie leidenschaftlich erwiderte, ehe sie sich an ihre Rolle erinnerte und seine Unterlippe mit ihren Zähnen zwickte.>
Alec seufzte tief, beugte sich vor und kniff in ihre Nippel. Carolina bäumte sich auf und hob ihr Becken an.
Richard war genauso verloren wie sie. Sie drehte den Kopf zur Seite, suchte Halt bei Alec, während sie ihrer Lust freien Lauf ließ. Gierig keuchte sie, als er sie fickte, sich aneignete, was so verführerisch, obendrein hilflos, vor ihm lag. Der Hauch einer Erinnerung schlich sich in sein Bewusstsein – wie Carolina vor fast drei Wochen unter ihm gelegen hatte, steif wie ein Brett. Es machte die Erfüllung, die sie ihm schenkte, umso süßer.

Kapitel 1
Drei Wochen zuvor
Carolina hob die Hüften an, versuchte, das fiese Gefühl zu unterdrücken, gleich eines Nebels, der sich langsam über sie senkte, um Besitz von ihr zu ergreifen. Hilflos musste sie es ertragen, denn den Kampf gegen sich selbst hatte sie vor langer Zeit verloren. Zurück blieb die Empfindung, dass Richard sie misshandelte. Sie verachtete sich für den Widerwillen, der durch ihre Adern lief und ihr Herz vergiftete. Richard und sie liebten sich, dessen ungeachtet spürte sie im Augenblick nur Abscheu.
Sie presste die Lippen zusammen und schloss ihre Augen. Richard sollte nicht sehen, dass sie ihn in diesem Moment fast hasste für das, was er ihr antat. Das verdiente er nicht. Jedoch intensivierte der geraubte Sinn das unangenehme Gefühl; die fehlende Feuchtigkeit in ihrer Vagina, wie sehr sie sich verkrampfte, dass ihr Puls viel zu schnell schlug aus Angst, Richard würde bemerken, was sie erlitt. Er tat ihr unbeabsichtigt weh mit seiner liebevollen Art, die sie kalt ließ. Das schlechte Gewissen fraß sie auf, doch sie kam nicht gegen ihr Innerstes an.
Richard liebte sie zärtlich, und sie verspürte weder ein Prickeln noch die leiseste Erregung. Warum konnte er ihr nicht fest ins Haar packen oder ganz hart an ihren Nippeln saugen? Wenigstens deutete seine Atmung an, dass er kurz vor seinem Orgasmus stand. Stöhnend spannte sie die Unterleibmuskeln an. Richard reagierte wie erhofft, er bekam seinen Höhepunkt. Nur mühsam unterdrückte sie ein erleichtertes Seufzen. Einerseits bekämpfte sie das Verlangen, ihn von sich zu stoßen, andererseits fühlte sie sich so leer und verlassen, dass sie ihn am liebsten an sich gedrückt hätte, bis sie zueinanderfanden. Wieso vermochte sie nicht, Richards Zuneigung in sich aufzunehmen und die Leidenschaft zu empfinden, die er verdiente?
Was würde er tun, wenn sie ihm in den knackigen Po kniff, ihm in die Schulter biss? Würde er ihr wahres Ich bemerken, sie ansehen und feststellen, dass sie unendlich weit entfernt von ihm lebte? Sie von etwas ganz anderem träumte? Carolina wollte, dass Richard sie überwältigte und zum Schreien brachte, indem er sie übers Knie legte und ihr ordentlich den Arsch versohlte.
Sie erinnerte sich kaum daran, wie es sich anfühlte, sich vor Lust zu winden, alles um sich herum zu vergessen, während ihr Ehemann sie nahm. Vielleicht war dieser Zustand nach fünfzehn Jahren Beziehung normal. Richard löste sich von ihr, fragte sie nicht, ob es ihr gefallen hatte und ging in das angrenzende Bad. Ihr blieb nicht verborgen, dass er nicht ihren Blick gesucht hatte. Es zerriss sie, dass Richard ahnte, was sie empfand. Sie war teilweise erleichtert, dass er stumm verharrte, doch der andere Teil von ihr krümmte sich unter der Erkenntnis zusammen, dass sie in einer Sackgasse steckte, in die sie sich manövriert hatte. Es war eine Lüge, sie war nicht froh, dass er sie ignorierte. Ihr Zusammensein schmerzte sie, innerlich und äußerlich, jedoch war sie zu frustriert, um ihn zur Rede zu stellen.
Sie war eine feige, blöde Kuh, die einen Mann wie Richard nicht verdiente! Carolina betrog den Menschen, der sie am meisten liebte, mit einem Gebilde aus Lug und Betrug.
Carolina schluckte die Tränen hinunter, spielte mit dem Gedanken, sich Erlösung zu verschaffen, während er duschte. Das war in den letzten Monaten die einzige Art, wie sie Erfüllung fand. Doch sogar dazu fehlte ihr jetzt der Antrieb.>
Wo war die Leidenschaft hin? Sie fühlte sich gleich einer Gummipuppe, die Richard benutzte, wann ihm der Sinn danach stand. Zu ihrer Erleichterung ließ bei Richard die Libido nach oder er erfüllte sein Vergnügen woanders. Sie könnte es ihm nicht verdenken, und vielleicht verbrachte er bei einer Geliebten seine vielen Überstunden. Das Verlangen überkam sie, sich selbst wehzutun. Sie verdiente es, weil sie nach Ausflüchten suchte, um Richard die Schuld zuzuweisen. Dabei trug sie die Bürde allein. Richard würde sie auf keinen Fall betrügen. Er verabscheute Ehebrecher. Tief in ihrem Herzen wusste sie es.
Ihr Verhalten erschreckte sie, genauso wie die verborgenen Sehnsüchte, die abartig waren. Sie verbarg ihre Bedürfnisse vor sich und der Welt, brachte die Fantasien sogar in ihrer Vorstellung niemals zu Ende. Was versteckt in ihr brodelte, war falsch.
Denn manchmal wünschte sie sich, Richard würde sie ficken, anstatt sie zu lieben, sie über das Bett beugen, sie zum Höhepunkt zwingen, sie somit zurück in den eigenen Körper katapultieren, sodass sie ganz war. Offensichtlich sehnte sie herbei, dass er sie tatsächlich vergewaltigte.