Touch of Trust

Olivia Waters kehrt gebrochen in die Staaten zurück, fest entschlossen ihre grauenvolle Vergangenheit zurückzulassen und sich ein neues Leben aufzubauen. Sie findet Zuflucht bei ihrem Bruder Alexander, der ihr auch einen Job in dem Architekturbüro von David Salazar verschafft.

Olivia kennt David aus ihrer Teenagerzeit. Was sie damals für eine Schwärmerei gehalten hatte, bricht wie ein Flächenbrand aus. Doch die Schatten der grauenvollen Erlebnisse lassen sie nicht los. Als sie in Panik gerät, und Gefahr läuft, ihren letzten Halt zu verlieren, schlägt David ihr einen Deal vor: Eine Woche mit ihm allein in einer einsamen Hütte, abgeschnitten vom Rest der Welt.

David stellt allerdings Bedingungen – sie muss ihm genug vertrauen, um sich ihm gänzlich zu unterwerfen …


Erschienen: 10/2014        Genre(s):  Soft-SM / BDSM         Sprache: Deutsch
Seiten: 200         Themen:  Dominanz & Unterwerfung         Verlag: Plaisir d'Amour
Preis:  14,99€ / 6,99€       Format:  Print, PDF, EBUB, Kindle




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Trailer




Leseprobe
David führte seine überaus hübsche unwissende Beute aus der Tür, verkniff sich das Schmunzeln nicht, angesichts ihrer Reaktion auf seine Drohung, sie übers Knie zu legen. Olivia hatte nicht den Hauch einer Chance besessen, etwas an dem Tagesablauf, den Alexander und er geplant hatten, zu ändern. Er brachte sie zu seinem Wagen, öffnete die Tür und unterdrückte das Lachen, weil ihr Gesicht ein Spiegel ihrer Emotionen war und nicht die blanke Miene, die sie so oft zur Schau trug.
John Sullivan hatte ihn vor zwei Wochen zurückgerufen, und er schuldete ihm mehr als nur einen Gefallen. John musste über gute Kontakte verfügen, denn es hatte ihn nur ein paar Tage gekostet, um herauszufinden, was mit Olivia in England geschehen war. Sie und ihr damaliger Mann Brian hatten einen schweren Autounfall erlitten, den Brian nicht überlebte. Im ersten Augenblick hatte er vermutet, dass Olivia gefahren war und es ihren Zustand erklärte. Doch Brian hatte am Steuer gesessen, und Olivia war dem Tod um Haaresbreite von der Schippe gesprungen. Warum nur fühlte sie sich so schuldig?
Es war Zeit, die Schlinge ein wenig enger zu ziehen, um sie zu bewegen, sich ihre Last von der Seele zu reden. Entweder tat sie es freiwillig oder mit Nachdruck. Sie hatten ihr genügend Zeit gelassen, sich an ihn zu gewöhnen, Vertrauen zu fassen, und er hatte ihr auf der Stelle angesehen, dass sie mehr für ihn empfand, als sie zugab. Es tat ihm weh zu sehen, wie sehr die Kleine sich quälte, auch dass Alexander unter ihrem Zustand litt. Olivia glaubte, dass ihr Bruder nicht bemerkte, wie oft sie weinte, ins Leere starrte und dass Albträume sie plagten. Der Schemen Olivia nahm zwar tagtäglich an Konturen zu, aber sie war weit davon entfernt, die mit Leben vibrierende Frau zu sein, die sie tief in ihrem Inneren war. David wollte ihre Farben zurück ans Licht holen. Schließlich liebte er als dominanter Master Rot in allen Schattierungen.
Und wie sehr er ihre Kleidung verabscheute! Immerzu gierte es ihn danach, sie ihr vom Leib zu reißen, doch er verstand, warum sie ihren Körper verbarg. Sicherlich hatte sie Narben bei dem schweren Unfall erlitten, und diese würden zu Fragen führen, die sie nicht beantworten konnte oder wollte. Er hielt ihr die Wagentür auf, und sie setzte sich auf den Beifahrersitz, schnallte sich an und starrte derart gebannt durch die Frontscheibe, als würde ein nackter Jason Statham vor dem Fahrzeug aufragen.
Nachdem er die Tür zugeschlagen hatte, warf David den Rucksack in den Kofferraum. Er erlaubte sich ein erneutes Schmunzeln, denn er genoss ihr sichtliches Unbehagen und wollte es im Laufe des Tages vertiefen. Aber es waren nicht nur ihre Emotionen, die ihn erfreuten, es war Olivia an sich. Er hatte sich in sie verliebt, ohne dass er es wollte, und suchte jede Minute ihre Nähe. Wahrscheinlich hielt sie ihn für einen Stalker. Manchmal vergaß sie, dass sie sich selbst das Glück versagte, und war dann in ein ansteckendes Lachen ausgebrochen. David war bereit, eine Menge zu tun, um es erneut von ihr zu hören. Er nahm auf dem Fahrersitz Platz und startete den Motor, nachdem er sich angeschnallt hatte.
Die ausgesuchte Wanderstrecke eignete sich hervorragend für seinen Plan, und vielleicht reichte sie, um Olivia aus der Reserve zu locken, sodass er keinen Zusammenbruch erzwingen musste, um an ihr Inneres heranzukommen. Die ihr gewährte Zeit lief ab. Das unwegsame Gelände gab ihm viele Möglichkeiten, sie zu berühren, ihr über Felsen und umgestürzte Bäume hinwegzuhelfen. Obendrein spielte ihm das Wetter in die Hände, denn es war ein warmer Sommertag. Nach den Strapazen des Aufstiegs erwartete sie eine erfrischende Quelle, die von einem kleinen Wasserfall gespeist wurde. Ein idealer einsam gelegener Platz für Liebende oder für Jäger, die ihre Beute umgarnten.
„Du hast letzten Mittwoch das erste Haus verkauft.“ David fasste nach ihrer eiskalten Hand und drückte sie. Sie versuchte nicht, sich ihm zu entziehen.
„Ja, an das Ehepaar Dogan. Das Haus passt perfekt zu ihnen, und sie waren so glücklich. Frisch verheiratet und so verliebt. Und zwei weitere Objekte sind so gut wie weg.“
Olivia vermied es stets, ihn über Persönliches zu befragen, weil sie offensichtlich fürchtete, dass er sie ebenfalls durchlöchern könnte. Doch sehr bald würde sie jede seiner Fragen beantworten, und er gedachte, eine Menge zu stellen. Und immer mehr plagte ihn die Fantasie, sie über seine Knie zu legen und ihr köstlichen Schmerz zuzufügen, der ihnen beiden größtes Vergnügen bereiten würde. Zweifelsfrei besaß sie ausgeprägte devote Veranlagungen, denn sie reagierte unbewusst auf die Dominanz in seiner Persönlichkeit.

Nach einiger Zeit erreichten sie den Parkplatz. Nur ein paar vereinzelte Fahrzeuge standen im Schatten der Bäume. Aus Erfahrung wusste er, dass die meisten Wanderer auf den gut ausgeschilderten Hauptwegen blieben. Auch sie würden einem der breiteren Wege anfänglich folgen, dann allerdings auf einen Pfad abbiegen, auf den sich nur selten jemand verirrte. Nicht einmal heute verzichtete Olivia auf ein langärmliges Shirt, und ihre Wanderhose reichte bis zu ihren Knöcheln. Er stoppte den Wagen, und sie stieg aus, ohne darauf zu warten, dass er ihr die Tür öffnete. Schade, dass sie nicht seine Sub war,